Die Schwarze Rosa

Eine Frau in der Weimarer Republik

Zu Klampen-Verlag 2005

190 Seiten, Hardcover


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Preis 10,- Euro

Birgit Rabisch entdeckte nach dem Tod der geliebten Großmutter, dass diese ein düsteres Geheimnis mit ins Grab genommen hat.Die Frau, bei der sie aufgewachsen ist, war Die Schwarze Rosa. Eine Geschichte aus der Zeit der politischen Kämpfe in der Weimarer Republik.

Nach der Kapitulation im 1. Weltkrieg sollte die Reichswehr, so wurde von den Siegermächten im Versailler Vertrag bestimmt, auf einhunderttausend Mann reduziert werden. Offiziere wie einfache Soldaten des „im Felde unbesiegten“, riesigen deutschen Heeres aber hofften auf Revanche und bauten eine Untergrundarmee auf: die Schwarze Reichswehr, eine Brutstätte der Nationalsozialisten.
Birgit Rabisch wusste wenig über dieses Kapitel der deutschen Geschichte. Bis sie entdeckte, dass ihre Großmutter als Die Schwarze Rosa galt. Sie war mit dem Organisator der Schwarzen Reichswehr, Paul Schulz, verlobt gewesen. Die Frau, die für sie liebevoller Mutterersatz war, hatte einen berüchtigten Fememörder zum Bruder und fand es rechtens, dass „Verräter“ heimlich hingerichtet wurden.
In Die Schwarze Rosa rekonstruiert Birgit Rabisch die dramatischen Ereignisse im Leben ihrer Großmutter und lüftet mit ihrer Biographie den Schleier, der bis heute über der Schwarzen Reichswehr liegt – einer illegalen Armee, die von höchsten Regierungs- und Militärkreisen gefördert und deren Existenz zugleich geleugnet wurde.



Sie können sich hier eine 5 minütige Lesung aus dem Buch Die Schwarze Rosa bei Weblesung.de anhören!


Rezensionen (Auszüge):


Birgit Rabisch nähert sich der persönlichen Geschichte ihrer Großmutter geschickt an, sie bietet eine lesenswerte Mischung aus Fakten und Fiktionen, sie nimmt die historischen Quellen zur Grundlage ihrer Phantasie, wie es "gewesen sein könnte" und eröffnet damit wertvolle Einblicke in die Verknüpfung der Weimarer Republik mit der NS-Zeit.

Frankfurter Rundschau 14.12.2005 (Raphaela Kula)


Keine sympathische Familiengeschichte also! Birgit Rabisch hat jedoch ein spannendes, lesenswertes Buch geschrieben, das auf unterhaltsame Weise ein Stück sehr brisante Zeitgeschichte vermittelt – mit einer Mischung aus Fakten und Fiktionen. Nach Rabischs Roman möchte man gern mehr lesen zum Thema Schwarze Reichswehr und Fememorde.

Deutsche Welle (Cornelia Rabitz, 11.11.05)


„Mein familiärer Abgrund liegt im Vorher, in der vermeintlich harmlosen Zeit der Weimarer Republik“ Und genau deshalb ist dieses Buch so lesenswert. Es zeigt am Beispiel der „Schwarzen Rosa“, wie nationalistisch vergiftet bereits die Gedanken weiter Kreise der Bevölkerung in der Zwischenkriegszeit waren, lange bevor Hitler an die Macht kam. Eine authentische Geschichte, eindringlicher als manches Geschichtsbuch.

Lesart (Roswitha Harder, 4.11.05)


...hat Birgit Rabisch ein wichtiges Kapitel in der Vorgeschichte des Nationalsozialismus beschrieben – aus unbekannten und interessanten Blickwinkeln

die tageszeitung (Thorsten Stegemann, 18.10.05)


Mit der zwiespältigen Identifikationsfigur der Großmutter und einer schlichten, leicht verständlichen und eingängigen Sprache vermittelt Rabisch besonders auch Jugendlichen einen anschaulichen Zugang zur Geschichte.

Ekz-Informationsdienst (Engelsbrecht Boese, Oktober 05)


Rabisch zeigt, dass der Nationalsozialismus nicht als brauner Spuk vom Himmel fiel, sondern seine Wurzeln in der Weimarer Republik hatte.

Frankfurter Neue Presse 6.10.05


So entstand eine intelligente Mischung aus Realität und Fiktion vor dem Hintergrund der Weimarer Republik. Die Autorin erzählt eine einfühlsame und unterhaltsame Geschichte, die mit wertvollen geschichtlichen Details und Erklärungen angereichert ist.

Badische Neueste Nachrichten 7.10.05


Birgit Rabisch ist ihrer Familiengeschichte nachgegangen und hat ein Portrait ihrer Großmutter und der durchaus rebellischen Mentaliät, aus der heraus sie zur äußersten Reaktion kam, verfasst. Es ist auch eine Studie über den Umgang der Nachkriegsgeneration mit der nationalsozialistischen Vorgeschichte. Es waren die Enkel der Schwarzen Rosa, die ihre Zimmer mit Mao-, Che Guevara- und Rosa Luxemburg-Postern ausstaffierten.

Berliner Zeitung (Arno Widmann, 17.10.05)


Die Autorin rollte die gesamte Familiengeschichte auf, um die Hintergründe herauszufinden. Aus der Menge der Fakten destillierte sie ein aufregendes Buch. Die Mischung aus Fakten und Fiktionen liest sich wie ein Kriminalroman. Der Leser erfährt eine Menge über die komplizierten Lebensverhältnisse in der Zeit zwischen 1900 und 1933.

Eimsbüttler Wochenblatt (Arndt Prenzel, 27.10.05)


Rabischs persönliche Aufarbeitung einer unrühmlichen Vergangenheit ist interessant und eindrucksvoll. ... Rabisch ist mit ihrem neuesten Werk ein sehr spannender und dank seines dokumentarischen Anhangs auch überaus lehrreicher Roman gelungen.

3sat (Natascha Olbrich, 28.2.2006)


Birgit Rabisch nähert sich der persönlichen Geschichte ihrer Großmutter geschickt an, sie bietet eine lesenswerte Mischung aus Fakten und Fiktion, sie nimmt die historischen Quellen zur Grundlage ihrer Phantasie, über das wie könnte es gewesen sein. So bietet die Bearbeitung der Geschichte der Schwarzen Rosa keine historische Wahrheit, dennoch eröffnet sie wertvolle Einblicke in die Verknüpfung der Weimarer Republik mit der NS-Zeit. Der Epilog, in dem weitere Lebensläufe erläutert werden und der dokumentarische Anhang über die Schwarze Reichswehr ermöglichen tiefere Einblicke in eine weitere dunkle Seite der deutschen Geschichte.
Birgit Rabischs Buch ist mutig und lesenswert, gerade wenn sie resümiert: "Mein familiärer Abgrund liegt im Vorher, der vermeintlich harmlosen Zeit der Weimarer Republik. Aus diesem Vorher ist das monströse Nachher erwachsen."

Webwecker (rk, 11.4.2006)