Unter Markenmenschen

Roman, Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt/M, Bd.15020, 2002, 128 Seiten
Nominiert für den Kurd Laßwitz-Preis 2003
und den Deutschen Science-fiction-Preis 2003
in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Science fiction-Roman“

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Kurzbeschreibung:

Das Tagebuch der 18jährigen Simone erschließt eine zukünftige Welt, in der zahlungskräftige Menschen sich Markenkinder aus dem Gen-Design-Labor anschaffen. Die No names (herkömmlich gezeugte Kinder) werden allgemein verachtet. Simone hadert mit ihrer verstorbenen Mutter, die ihr kein Markengenom verschafft hat, so daß sie ein Leben als Außenseiterin führen muß. Der einzige Mensch, der sie uneingeschränkt akzeptiert, ist ihr älterer Halbbruder Benjamin.
Als Simone sich in Jean-Paul (den Klon eines berühmten Sängers) verliebt, beobachtet Benjamin die beiden durch einen Voyeurspiegel beim Liebesspiel. Er wird entdeckt und zieht sich, voller Scham über seine hoffnungslose inzestuöse Liebe, zurück. Als Simone jedoch schwanger wird und davor zurückschreckt, das Kind ihrem eigenen Schicksal einer No name unter Markenmenschen auszusetzen, ist es wieder ihr Bruder, der ihr hilft.
Letztendlich muß sich aber Simone für oder gegen die Schwangerschaft entscheiden und konfrontiert so auch die Leser mit den fragwürdigen Optionen in einer vom Perfektionswahn beherrschten Gesellschaft



Rezensionen:

Ein Science-Fiction, der gar nicht so utopisch wirkt: Fast alle Menschen stammen aus Gen-Design-Labors und sind ästhetisch gestylt bis in die Ohrläppchen. Die 17-jährige Simone gehört zu den wenigen „No names“, noch auf natürlichem Wege entstanden. Ein höchst aktuelles Thema!

Maxi, Mai 2002, Die Bücher des Monats


Nach der Gen-Revolution
Die 17-jährige Simone lebt als herkömmlich gezeugter Mensch in einer Welt von Markenkindern, die von Gen-Designern marktgerecht gestaltet wurden. Von ihrer Umwelt wird sie verachtet. Einfühlsam schildert das Buch, wie einsam sich jemand fühlt, der nicht gen-optimiert ist.

Greenpeace-Magazin, Mai-Juni 2002, buchtipps